Blogparade: Ab morgen darfst Du nochmal leben!

02:14 3 Comments A+ a-

Gefunden im Blogger - Treff habe ich diese Blogparade von living - memorie . Und ich konnte einfach nicht widerstehen mitzumachen. Das Thema ist einfach erklärt und umso schwerer geschrieben: Was würdest du machen, wenn du noch einmal leben könntest, mit all deinem jetzigen Wissen?

Das fängt noch relativ einfach an. Meine Kindheit war, bis auf einige Dinge, auf die ich selbst leider keinen Einfluss hatte und auch beim zweiten Versuch nicht hätte eigentlich sehr schön. Vielleicht hätte ich meinem Vater an einem Punkt etwas direkter gesagt, was für einen bescheuerten Frauengeschmack er grade hat, um das Jahr Kontaktlosigkeit zu ihm zu überspringen, jetzt, wo ich weiß, dass aus der Beziehung eh nichts wird.
Ich hätte nicht auf die Demotivation meiner Grundschullehrerin gehört und Wäre aufs Gymnasium gegangen. Sie sagte damals ich wäre auf jeden Fall intelligent genug fürs Gymnasium, aber ich würde es sowieso nicht schaffen (Bezogen auf meine Schüchternheit, weil ich mich so selten gemeldet habe, etc.). Damit wäre mir der Horror der Realschule, wegen dem ich schließlich sogar runter auf die Hauptschule bin (von einer eigentlichen Gymnasiumsempfehlung zum Hauptschulabschluss, das ist mal ein Abstieg) erspart geblieben. Andererseits habe ich auf der Realschule meine damals beste Freundin kennen gelernt, die mir auch meinen Freund, mit dem ich inzwischen sieben Jahre zusammen bin und eine wundervolle Tochter habe, vorgestellt. Alle meine Freunde waren ursprünglich nur Freunde meines Freundes oder eben genannter Freundin. Wie sollte man also entscheiden? Schulhorror gegen Familienglück. Kann man das eine wirklich nochmal für das andere durchstehen? Höherer Bildungsabschluss & weit besserer Verdienst, oder Mann und Kind? Würde ich meine kleine Familie nicht schon kennen wüsste ich wie ich entscheide. Ich war nie ein Familienmensch... Aber so? Ich glaube nicht, dass ich die beiden aufgeben könnte. Aber eines weiß ich genau, würde ich auf die Realschule gehen würden definitiv mehr Leute ein paar Schläge abbekommen als beim ersten Mal...
Nun könnte ich einfach auf eine andere Realschule gehen, oder versuchen mich da einfach irgendwie durchzubeißen, aber dann stünde ich wieder vor dem selben Problem. Die kleinste Änderung in meiner schulischen Laufbahn könnte das Ende für meine kleine Familie bedeuten.
Ich würde wohl direkt nach der Schule Kunst studieren (damals wusste ich nicht, dass der Schulabschluss dafür unerheblich ist), solange ich noch zu Hause wohne und es mir leisten kann.

Ich würde einem ganz bestimmten jungen Mann sagen "Zieh deine sch*** Klammotten aus und beweg deinen Arsch ins Schlafzimmer!", weil es der einzige One - Night - Stand ist den ich bereue nicht mitgemacht zu haben und dem ich heute manchmal noch hinterher jammere. (In dem Fall wäre es der einzige One - Night - Stand den ich je mitgemacht hätte). Generell würde ich mich vielleicht ein bisschen mehr austoben, bevor ich in eine solch ernste Beziehung rutsche.

Der nächste Punkt wäre dann schon meine kleine Julia. Ich würde wohl besser aufpassen, damit ich nicht zu so einem unmöglichen Zeitpunkt schwanger werde. Ansonsten würde ich alles genauso machen, ihr höchstens an manchen Tagen mehr Aufmerksamkeit schenken, würde mich mehr zusammenreißen nicht so viel zu meckern, meine allgemeine Verfassung einfach nicht so sehr auf sie abfärben lassen.
Ich würde meinem Opa sicher wesentlich öfter sagen, wie wichtig er mir ist und wie sehr ich ihn vermissen werde, wenn er mal nicht mehr ist und dass ich ihn am Ende nicht so selten besuche, weil ich ihn nicht lieb habe, sondern weil ich jedes Mal fast zusammenbreche vor Trauer, wenn ich ihn so krank und schwach sehe. Alles Sachen, für die es am Ende zu spät war und die man bereut nicht gesagt zu haben.

Das Fazit am Ende wäre dann vermutlich, ich wäre immernoch der selbe Mensch, aber wesentlich ausgeglichener und mit einem Kunststudium, das mir am Ende vermutlich nicht viel bringt, aber ich hätte es :P .

Was würdet ihr anders machen? Oder, was würdet ihr auf keinen Fall ändern wollen, egal was ihr dafür durchstehen musstet?

3 Kommentare

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30. Juli 2015 um 09:20 delete

Hi Nadine,

wie bei fast allen Teilnehmern stellte sich das Thema anfangs recht einfach dar. beim schreiben haben wir dann alle gemerkt, wie tief man eigentlich in seinem eigenen Leben schürfen muss, wenn dieses Thema ernsthaft beackert werden soll.

Am Ende würden wir wahrscheinlich alle irgendwas in unserem "neuen" Leben ändern. Wichtig ist dabei, und das ist auch bei Dir wunderbar klar herausgekommen, dass wir dem Grunde nach doch der bleiben wollen, der wir sind. Halt nur ein paar kleine aber feine Anstupser in die richtige Richtung!

Vielen Dank für Deinen Beitrag.

LG Patrick

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Steffi Barbie
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31. Juli 2015 um 01:55 delete Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
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Steffi Barbie
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31. Juli 2015 um 01:56 delete

upsi xD

Ein sehr schöner Beitrag! :) hast du schön geschrieben :)

hihi :) Die Farbe ist echt toll :-)

sehr gerne :) das freut mich :) 
Iron Maiden ist einfach mega *_*

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